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Durch den Dolmetscher ließ er ihm sagen, daß er dem Verlangen der Separatisten, Geld für sie zu drucken, nicht nachkäme, und sich lieber der ihm angedrohter Verhaftung durch die Franzosen stelle. Der Kommandant, ein kleiner, dicker, nervöser Offizier sah Georg lange unentschlossen an, schüttelte dann den Kopf und erklärte, daß er sich um Geldangelegenheiten nicht kümmere. Das war für Georg eine sehr wichtige Äußerung, die geeignet war, seinen und seiner Genossen Widerstand erheblich zu verstärken. Denn jetzt wussten sie, daß sie im Augenblick die Franzosen nicht zu fürchten brauchten, mit den Separatisten wollten sie schon fertig werden. Der Abend brach herein. Zwischen sieben bis acht Uhr kamen mehrere Separatistenführer ins Redaktionsbüro. Diesmal versuchten sie es mit Güte. Sie machten alle möglichen Versprechungen, Georg und Otto zum Gelddrucken zu veranlassen. Kohlen, Kartoffeln und allerlei Lebensmittel sollten sie in Fülle haben, und Geld könnten sie so viel behalten, wie sie wollten. Sie weigerten sich standhaft... ...Am nächsten Morgen um sieben Uhr sollte nach angestrengter Nachtarbeit im Druckereibetrieb das Geld abgeholt werden. Nachdem die Bande das Haus verlassen hatte, machten sich Georg und Otto auf den Weg, um den Vater und den Bürgermeister Holstein zu suchen... Bürgermeister Holstein und ich freuten uns herzlich über den geleisteten passiven Widerstand und über das tapfere Verhalten meiner Söhne und Gehilfen, und da gerade an diesem 5. November meines Sohnes Georg 23. Geburtstag war, hatten wir berechtigten Anlass, trotz der allgemein ernsten Lage einige Flaschen guten Weines zu trinken...Schließlich kamen wir aber doch gut heim. Im Streit mit den Separatisten standen wir jetzt auf dem Höhepunkt. Die Atmosphäre war aufs stärkste geladen. Am nächsten Vormittag kam sie zur Explosion. Trotz meiner Müdigkeit mußte ich am Dienstag, dem 6. November, das Bett früh verlassen. Unter der Torfahrt und in dem Hofe befand sich eine Ansammlung von etwa zehn Idsteinern und einer beträchtlichen Anzahl Separatisten mit dem Häuptling Cafine an der Spitze, und ganz bald sah ich auch zwei Marokkaner mit aufgepflanzten Seitengewehren, die sich die Vaterlandsverräter zu ihrer Unterstützung mitgebracht hatten.
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