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Residenz-Schloß Das Residenzschloß der 1688 gefürsteten Grafen Ludwig und Johann von Nassau-Weilburg ist eine Dreiflügelanlage, die 1614-34 von Jost und Henrich Heer (Höer) nördlich - vor dem Halsgraben - der mittelalterlichen Burg erbaut und mit dieser durch eine hohe steinerne Bogenbrücke (in heutiger Form seit 1850) verbunden wurde. Die innere Neuaustattung erfolgte Anfang des 18. Jahrhunderts unter Beteiligung des Baumeisters Maximilian v. Welsch, des Stukkierers Carlo Maria Pozzi sowie der Maler Valentin David Albrecht und Luca Antonio Colomba. Am Halsgraben vor der Südfront Terrasse mit 2 quadratischen Eckhäuschen, in der Mitte das Hoftor, Rustika mit äußeren Pilastern;
Südflügel: In der Mitte der südlichen Hauptfront ein rechteckiger Erkervorbau (mit Beschlagwerkornamenten und dreifacher Dachhaube), der über dem Hauptgesims turmartig mit zweistöckigem achteckigem Haubenhelm endigt; westlich daneben das Hauptportal (Renaissance) mit Rustikaquaderung und kannelierten Pilastern, darüber großes Allianzwappen um 1630 (Wappen des Grafen Johann, des Erbauers der Kirche, (†1677) und seiner ersten Gemahlin Sibylla Magdalena von Baden-Durlach (vermählt 1629, † 1644). Im westlichen Teil des Südflügels die ehemalige Kapelle, 1718 eingerichtet, mit Deckengemälden.
Hof: Nach Westen geöffnet; in seiner Nordostecke befindet sich ein quadratischer Treppenturm mit Satteldach (im obersten Stockwerk mit vier auf einer Mittelsäule ruhenden Kreuzgewölben überdeckt ). Die ursprünglichen Satteldächer mit Zwerchhäusern wurden Anfang des 18. Jahrhunderts teilweise durch Mansarddächer ersetzt (unter Leitung von Maximilian von Welsch).
Nordflügel: Im Erdgeschoss des Nordflügels ist ein großer Saal (Rittersaal) mit einer mittleren Reihe von 4 dicken runden Pfeilern zur Unterstützung der Kreuzgewölbe. Die Sockel der Pfeiler sind achteckig, die Kapitäler viereckig, mit fast romanischen Gliederungen. Der obere pyramidale Teil des Sockels und der untere des Kapitäls durchdringt sich mit dem Pfeilerstamm. Im Winkel zwischen Süd- und Ostflügel eine Wendeltreppe.
Schlossnutzung: Ab 1728 als Hauptarchiv der Linie Nassau-Usingen Sammelpunkt für nassauische Archivalien bis 1881 (dann Umzug nach Wiesbaden) Dann verschiedene Teilnutzungen. 1905 Genesungsheim für Angehörige der Königlich-Preußischen Armee 1914 Reservelazarett 1918 Französische Besatzungsmacht nutzt Schloss als Kaserne. Landschul- und Erholungsheim Lehrerbildungsanstalt seit 1946 Gymnasium.
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