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Friedrich Pfaff: Fing 1890 in der oberen Schäfergasse an (am Knick zum Zuckerberg hin). Mit Carl Lückel begann 1894 die Zurichterei (Ausreckerei) für die Frankfurter Firma Sternberger. Lückel verließ 1896 die Firma wieder. Der Betrieb in der Schäfergasse brannte am 18.10. 1900 aus. Pfaff baute neu in der Limburger Straße an der Einmündung zur Straße "Am Kalkofen", gegenüber seinem alten Partner Lückel. Der Firmengründer starb 1931. Die Firma wurde weiterbetrie- ben von den zwei Söhnen und dem Schwiegersohn Friedrich Gros. Ein Sohn fiel im II. Weltkrieg, der andere kam krank aus der Gefangenschaft zurück. Die Fabrikräume wurden an die Firma Mühlstein vermietet. Friedrich Gros sen. baute neu in der Wiesbadener Straße (Ziegelbau vor dem Feuerwehrstützpunkt). unten: Lederfabrik Pfaff; im Hintergrund der Schornstein von Trinkaus.
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Philipp J. Trinkaus: Der Fabrikant Trinkaus kam aus Triberg im Schwarzwald und war bei Hils und Schneider Buchhalter (siehe C. Lückel). Er erwarb um 1900 die Dammühle (eine Fruchtmühle) vom Idsteiner Stricker. Ein Brand 1908 stoppte den Elan des Gründers nicht; nach dem I. Weltkrieg, 1923, wurde erweitert. Eine Spezialität der Firma Trinkaus und Co. war die betriebseigene Truthahnzucht. Die Tiere waren bei Betriebsfesten in anderem Zustand heißbegehrt und wurden heiß begehrt. Von 1943-1946 ruhte der Betrieb, da die Fa. DEGUSSA (= DEutsche Gold Und Silber ScheideAnstalt) ihre Buchhaltung und alle Buchungsunterlagen von Frankfurt nach Idstein Frankfurt ausgelagert hatte. --------------------------------------------------------------------------------- Der verheerende Luftangriff auf Frankfurt am Main am Abend des 22. März führte zum jähen Abbruch der Produktion im Degussa-Werk in der Frankfurter Innenstadt. Das Gebäude der Hauptverwaltung, der heutige Standort in Frankfurt, wurde ebenfalls schwer getroffen. Die über Nacht obdachlos gewordenen Abteilungen kamen zunächst in Wächtersbach sowie innerhalb Frankfurts und in weniger betroffenen auswärtigen Degussa-Standorten unter. Die gesamte Forschung wurde nach Konstanz verlegt. Erst 1949 kam sie wieder zurück. ------------------------------------------------------------------------------------------------------ Der Senior Trinkaus starb, der Junior fiel im II. Weltkrieg. 1946 wurde das Betriebsgelände von Dr. Engels gepachtet.
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unten: Standortschema der Lederfabriken; die Zahlen korrespondieren hiermit, dem Foto unten.
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Rudolph Mey: Kam 1923 nach Idstein, arbeitete erst mit Pfaff zusammen Idsteiner Lederfabrik Pfaff & Mey, G.m.b.H.). Als Paff 1931 starb, machte sich Mey selbständig. Das Betriebsgelände war Ecke Dammühlenweg - Limburger Straße. unteres Foto: links die Lederfabrik Trinkaus, rechts davon der Betrieb von Mey, später von Dr. Staudt weitergeführt.
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