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Deningers Weg nach Idstein war ziemlich verschlungen: 1789 zog er nach Streit mit dem Vater als 18jähriger aus seiner Heimatstadt Weyersheim im Elsaß aus. In Hagenau lernt er das Gerberhandwerk, geht dann auf Wanderschaft, nach Straßburg, Nancy und Bingen. 1792 entzieht sich Deninger dem französischen Militär durch Landeswechsel. Er arbeitet in Ettlingen, Stuttgart und Ulm, besucht die Schweiz, bleibt ein Jahr in Württemberg und muss dann, 1794, vor den Franzosen flüchten. Desertion konnte damals den Kopf kosten! Dann Straubing, Wien. Dort lernt er einen Ungarn kennen, einen Gerbermeister. Das Saffiangerben vervollkommnet er in Stuhlweißenburg, später in Stadtteilen von Budapest, in Pest und Ofen. Das hat doch etwas: Als deutschsprachiger Franzose das Gerben von Marokkoleder nach türkischen Rezepten von einem Ungarn lernen! Prag, Böhmen, weitere deutsche Städte, ein fast selbstmörderischer Besuch im Elternhaus und schließlich Frankfurt am Main bringen im Jahr 1798 Ruhe in sein Leben. Er lernt in Frankfurt C. C. Michel kennen, folgt diesem nach Idstein und wird bald Familienmitglied. Deninger und Michel richteten sich in der Schulgasse ein. Die Mencke’sche Hofreite wurde als Wohnung genutzt, links daneben wurde das Gerberhaus errichtet.
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