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Ursprünglich im Besitz von .?. Enders, übernahm Anfang der 50er der aus Riedelbach stammende Willi Guckes mit Frau Babette die Metzgerei mit der Gaststätte. Einige Anekdoten mögen das Original “Schwane-Willi” beleuchten: > Auswärtige Gäste verlangten einmal vom Wirt die Speisekarte. Dessen Entgegnung:”Wollt Ihr esse oder lese?”
> Ein andermal gelang Ortsfremden eine Getränkebestellung:” Ein Bier, einen sauer Gespritzten und eine Cola, bitte!” Der Wirt, sich entfernend:” Werd’ Euch erstmo aanisch!” (= Werdet Euch erst einmal einig)
> Die Tischkegelbahn mit elektronischer Zählung (hier wurde Willi nie geschlagen!) war natürlich für Schüler ein Anziehungs- punkt. Gewisse soziale Formalitäten aber waren bei Willi zu befolgen, wenn nicht, kam ungefähr folgende Aufforderung vom Herrn des Hauses:” Du hast nicht gegrüßt, bitte einmal A3 drücken!” A3, das war eine Kombination in der alten Wurlitzer-Musiktruhe, die ebenfalls vorhanden war. Hinter A3 verbarg sich der Marsch “Alte Kameraden”.
> “Auswerdische” (Ortsfremde) hatten es immer schwer beim Wirt. Befolgten diese gewisse ungeschriebene Regeln nicht, kam es schon bald zu Spannungen. Eines Tages gelangte einen Gruppe von vier Fremden mit Dackel in das Lokal, offensichtlich nicht korrekt grüßend, und setzte sich an den Stammtisch, ohne überhaupt zu fragen! Das war eine empfindliche Störung des Gefüges von Regeln und allgemein verbindlichen Verhaltensweisen. Willis Kopf hob sich noch etwas höher über dem massigen Leib, der Zigarrenstummel hing noch fester im Mundwinkel, die Getränkebestellungen wurden unbewegt entgegen genommen. Nach Essen, auf das Willi immer stolz war (und dies zu Recht!), wurde nicht gefragt. Die Getränke kamen, Willi entfernte sich wieder. Auf einmal kam er mit einem Silbertablett voll dampfender Würste - wohl aus einer kurz zuvor erfolgten Schlachtung - schob das Essen unter den Tisch und sagte zu dem Dackel: “Du bist der Einzige, der hier Geschmack hat!”
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